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»Ich vergesse nie ein Gesicht. Aber in Ihrem Fall mache ich gerne eine Ausnahme.« Julius Henry "Groucho" Marx

Blogkino: Kill (1968)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino den Samurai Streifen "Kill". In dieser schwarzhumorigen Actionkomödie von Kihachi Okamoto landen zwei vom Pech verfolgte Schwertkämpfer in einer staubigen, windigen Stadt, wo sie in einen lokalen Clan-Streit verwickelt werden. Der eine, früher Bauer, will unbedingt ein edler Samurai werden. Der andere, ein ehemaliger Samurai, der von seiner Vergangenheit verfolgt wird, zieht es vor, anonym mit Gangstern zu leben. Als beide Männer jedoch die Missetaten des ruchlosen Clanführers entdecken, schließen sie sich einer Gruppe von Rebellen an, die in einer abgelegenen Berghütte belagert werden. Basierend auf dem Roman Hibi Heian des Schriftstellers Yamamoto Shūgorō der auch Akira Kurosawas SANJURO zugrunde liegt, spielt KILL! spielerisch mit den Konventionen des Samurai-Films, indem es Elemente aus etablierten Chanbara-Klassikern aufgreift und sie mit einem Hauch italienischer Western würzt.




Blogkino: Ibun Sarutobi Sasuke (1965)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino den Samurai-Reißer des am 25. März diesen Jahres verstorbenen Regisseurs Masahiro Shinoda. Der Plot: Nach Jahren des Krieges ist Japan unter dem Tokugawa-Shogunat vereint, und der Samurai-Spion Sasuke Sarutobi, der des Konflikts überdrüssig ist, sehnt sich nach Frieden. Als jedoch ein hochrangiger Spion namens Tatewaki Koriyama vom Shogun zu einem rivalisierenden Clan überläuft, gerät die Welt der Schwertkämpfer in Aufruhr. Nachdem Sasuke ungewollt in den Konflikt hineingezogen wird, verfolgt er Tatewaki, während eine mysteriöse Gestalt mit weißer Kapuze beide zu jagen scheint. Am Ende der Geschichte ist niemand mehr der, der er zu sein schien, und die Wahrheit ist weitaus persönlicher, als irgendjemand vermutet hätte. Regisseur Masahiro Shinodas  auch als Samurai Spy (異聞猿飛佐助, oder Spy  Hunter bekannt gewordener Film ist voller Clan-Intrigen, Ninja-Spionen und mehrfachen Verrat und markiert eine kühne stilistische Abkehr von den Konventionen des Schwertkampf-Films.


Blogkino: Chushingura (1962)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino einen Klassiker des japanischen Samuraifilm Kinos: 47 Rōnin von Hiroshi Inagaki, verfilmt nach der Geschichte von Seika Mayama. Die mehrfach verfilmte Geschichte der 47 Rōnin, auch Akō Rōshi, ist ein in Japan berühmtes Ereignis, bei dem 47 herrenlose Krieger den Tod ihres Fürsten rächten. Die Ereignisse gelten als vorbildliches Beispiel für die bedingungslose Treue der Samurai und werden teils zu den Nationalmythen Japans gezählt.


Blogkino: Twenty-Four Eyes (1954)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino einen Klassiker des japanischen Kinos: Keisuke Kinoshitas „Twenty-Four Eyes“ (Nijushi no hitomi). Die elegante gefilmte, emotionale Geschichte dreht sich um eine Lehrerin, die sich voll und ganz für ihre Schüler, ihren Beruf und ihre Moral einsetzt. Der Film spielt in einer abgelegenen, ländlichen Inselgemeinde und umfasst mehrere Jahrzehnte japanischer Geschichte, von 1928 über den Zweiten Weltkrieg bis in die Zeit danach. Kinoshita wirft einen nüchternen und zugleich sentimentalen Blick auf die epischen Themen Alter, Krieg und Tod, und zwar aus der liebevollen, intimen Perspektive von Hisako Oshi (Hideko Takamine), die ihre Schüler beim Aufwachsen und beim Umgang mit den harten Realitäten des Lebens beobachtet. Obwohl in den USA kaum bekannt, ist „Twenty-Four Eyes“ einer der beliebtesten und zeitlosesten Klassiker Japans.


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Zuletzt bearbeitet am 09.09.2025 20:17

Blogkino: Scandal (1950)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino einen weiteren Klassiker des japanischen Kinos Akira Kurosawas selten gezeigten "Scandal": Der gutaussehende, charmante Toshiro Mifune bringt als Maler Ichiro die Leinwand zum Strahlen. Seine zufällige Begegnung mit einer berühmten Sängerin (Yoshiko Yamaguchi) wird von der Boulevardpresse zu einer heißen Affäre hochgespielt. Ichiro verklagt das schäbige Klatschblatt, aber sein Anwalt Hiruta (Kurosawas Stammdarsteller Takashi Shimura) spielt ein doppeltes Spiel. „Skandal“ ist ein Porträt des kulturellen Verfalls, ein spannendes Gerichtsdrama und eine bewegende Geschichte über menschliche Erlösung.

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